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Seenotrettung ist kein Verbrechen – sondern eine Pflicht.

Aufgrund der weltweit zunehmenden Fluchtbewegungen und gleichzeitigen Abschottung der Europäischen Union ist das Mittelmeer heute die tödlichste Fluchtroute der Welt. Jährlich ertrinken tausende Menschen bei dem Versuch, ein Leben in Freiheit, Frieden und Sicherheit zu erreichen.

Ende 2014 entstand aus einer Initiative von Freiwilligen die zivile Seenotrettungsorganisation Sea-Watch e.V., die dem Sterben im Mittelmeer nicht länger tatenlos zusehen konnte und wollte. Weil trotz der gravierenden humanitären Notlage kein staatliches Seenotrettungsprogramm ins Leben gerufen wurde sind solche privaten Ad-hoc-Missionen heute zum Dauerzustand geworden.

Das Schiff Sea-Watch 3 im Hafen.
Tim Wagner / Sea-Watch

Doch die zivilen Seenotretter:innen, deren Einsätze von Rechtmäßigkeit und Humanität geleitet werden, sehen sich zunehmender Kriminalisierung durch die Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgesetzt. Traurige Bekanntheit erreichte in diesem Zusammenhang die Kapitänin der Sea-Watch 3, Carola Rackete, die nach dem Ende einer Rettungsmission im Juni 2019 von der italienischen Justiz mit dem Vorwurf der Beihilfe zur illegalen Migration festgenommen worden war.

Jedoch begann die Kriminalisierung der Seenotretter:innen schon früher: ein Jahr davor wurde gegen die Crew der IUVENTA (bekannt als IUVENTA 10) ermittelt. In diesem Kontext wurde am 22. Juni 2018 der Sea-Watch Rechtshilfefonds e.V. gegründet. Sein Ziel ist es, die Wahrung und Durchsetzung der Rechte von Einzelnen und Gruppen im Zusammenhang mit ziviler Seenotrettung zu gewährleisten. Um ihre Rechte umfassend wahrnehmen zu können, unterstützt der Fonds Aktivist:innen von Sea-Watch und anderer Seenotrettungsorganisationen, aber auch Kapitän:innen und Crew kommerzieller und privater Schiffe. Hierfür stellt der Fonds neben rechtlichen Hilfsangeboten primär finanzielle Mittel bereit. Über deren Ausschüttung sowie weitere mögliche Unterstützung entscheiden Spezialisten, deren Beweggrund und oberstes Gebot die Wahrung und Verteidigung der Rechte betroffener Seenotretter:innen ist.

Sea-Watch Rechtshilfefonds e.V.

Der Sea-Watch Rechtshilfefonds e.V. wurde am 22.06.2018 in Berlin gegründet. Die Eintragung ins Vereinsregister am Amtsgericht Berlin Charlottenburg wurde am 29.05.2019 unter der Registernummer VR 37445 B vollzogen.

Vereinsvorsitzender und Vorstand: Jesse Huppenbauer
Die vollständige Vereinssatzung finden Sie hier.